Besuch im Deutschen Wetterdienst

Gleich am Dienstag nach den Weihnachtsferien, am 8. Januar, führte uns unser Weg nach Stuttgart, in eine der sechs Regionalzentralen des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Um kurz vor acht Uhr trafen sich also 13 Schülerinnen und Schüler, Herr Amann und Dagmar Weber, die uns schon bei den Vorbereitungen zum ALLtag tatkräftig unterstützt hat und uns aus Interesse begleitete, am Herrenberger Bahnhof, um gemeinsam nach Stuttgart auf den Schnarrenberg zu fahren.

Dort angekommen wurden wir von Herrn Steiner, Meteorologe beim DWD, herzlich empfangen.

Im Laufe des Vormittags bekamen wir die Möglichkeit, Einblicke in die Arbeit der Zentrale in Stuttgart zu bekommen, erfuhren aber auch viel Theoretisches über unterschiedlichste Themenbereiche. So begann der Besuch für uns zum Beispiel damit, dass Herr Steiner uns über Grundlagen der Aerologie – auch als Höhenwetterkunde bekannt – informierte, die dann auch Basis für spätere Vorträge über andere Themen waren. Die Aerologie ist ein Teilgebiet der Meteorologie und beschäftigt sich mit der Erforschung höherer Luftschichten, zum Beispiel mithilfe von Messdaten von Radiosonden oder Wettersatelliten.

Die Auswertung dieser Messwerte und weiterer Informationen geschieht im Hauptbüro der Klima- und Wetterzentrale, in das wir direkt im Anschluss an den Vortrag einen Blick werfen konnten. Uns interessierte vor allem, wie die Meteorologen die vielen unterschiedlichen Daten, Messwerte und Bilder zu einer Wettervorhersage zusammenfügen, da dieser Vorgang für unser diesjähriges Projekt noch von Bedeutung sein wird. Mithilfe von Tabellen, Skizzen und Satellitenbildern erstellt der DWD zuverlässige Prognosen. Diese werden vor allem für Beratungen, zum Beispiel von Landwirten, benötigt; dienen aber auch Forschungszwecken, beispielsweise im Bereich der Raumfahrt.

Die Satellitenbilder, die wir in der Hauptzentrale schon auf den Bildschirmen und Wetterkarten der Mitarbeiter gesehen hatten, wurden uns im Anschluss noch genauer erläutert. Uns wurde erklärt, welche Satellitenbilder für eine Prognose erforderlich sind, was aus ihnen abgelesen werden kann und wie sie geschichtet werden müssen, um eine vollständige und zuverlässige Vorhersage zu erhalten.

Trotz leicht regnerischen Wetters begaben wir uns um ungefähr 12:30 Uhr in den sogenannten „Klimagarten“ vor dem Hauptgebäude. Dort befinden sich unterschiedliche Messgeräte, die beispielsweise Informationen über Schneefall oder Sichtverhältnisse geben können. Außerdem konnten wir von dort aus den Aufstieg eines Wetterballons beobachten. Diese werden zweimal am Tag gestartet, um mithilfe der Sonden an den Ballons unterschiedliche Daten in mehreren Kilometern Höhe zu sammeln. Jeden Tag werden insgesamt 22 Wetterballons von elf Stützpunkten des DWD in die Luft geschickt, um eine breitere Datenbasis für die Präzisierung der Wettervorhersagen zur Verfügung zu haben.

Wie diese Daten später weiterverwendet werden, hängt davon ab, zu welchem Zweck die Prognose erstellt wird. So empfangen zum Beispiel Landwirte oder Radio- und Fernsehsender die Vorhersagen in einer anderen Form als Piloten. Über diese Form von Vorhersagen, die sogenannten TAFs (Terminal Aerodrome Forecasts) und weitere Grundlagen zum Flugwetter, erfuhren wir in einem weiteren Vortrag viel von Herrn Steiner, der früher selbst in der Flugwetterberatung gearbeitet hat und Vorhersagen für Piloten erstellte.

Da der DWD nicht nur für die Wetter-, sondern auch für die Klimabeobachtung zuständig ist, erhielten wir zum Abschluss noch viele Informationen über das Klima und dessen aktuelle und vergangene Veränderungen und Schwankungen.

Nach einem sehr lehrreichen Tag und mit vielen – auch für unser derzeitiges Projekt – neuen Informationen machten wir uns um 14:30 Uhr auf den Rückweg nach Herrenberg.

 

 

Für Interessierte: Die Routen der Wetterballons von den Stationen des DWDs und der Bundeswehr können auf der Internetseite des DWDs verfolgt werden. Auch genaue Informationen über die Arbeit des Deutschen Wetterdienstes, Wetter und Klima können auf der Website gefunden werden.

https://www.dwd.de/DE/derdwd/messnetz/atmosphaerenbeobachtung/rasomon/rasomon_node.html

 

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Ein Gedanke zu “Besuch im Deutschen Wetterdienst

  1. Dagmar Weber

    Ich finde, ihr hättet wenigstens einen oder zwei Rechtschreib- oder Zeichensetzungsfehler machen können, sonst hab ich ja überhaupt nix mehr zu tun! … Und ich bin übrigens nicht nur “aus Interesse” mitgekommen, sondern weil ihr ne coole Truppe seid, mit der es Spaß macht, Zeit zu verbringen. 😉

    Gefällt 1 Person

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